Wie teile ich Kosten zwischen Eigentümer und Mieter auf?

Berechne einen transparenten Kostensplit für Investition, Betrieb und Nutzung.

Eingaben

Ergebnisse

Eigentümerinvestition
--
Mieterinvestition
--
Eigentümerkosten pro Jahr
-- €/Jahr
Mieterkosten pro Jahr
-- €/Jahr

Formeln

  • Eigentümerinvestition = Investition × Eigentümeranteil
  • Mieternutzung = Nutzungskosten × Mieternutzungsanteil
  • Jahreskosten verteilen Wartung und Nutzungsanteil
Einordnung

Der Rechner zeigt, wie sich die Anfangsinvestition sowie die laufenden Kosten einer Ladeinfrastruktur zwischen Eigentümer und Mieter aufteilen lassen. Du erhältst vier Werte: Eigentümerinvestition, Mieterinvestition, Eigentümerkosten pro Jahr und Mieterkosten pro Jahr.

Damit lässt sich ein nachvollziehbares Kostenszenario für eine Wallbox oder gemeinschaftliche Ladeinfrastruktur im Mehrfamilienhaus vorbereiten. Das Ergebnis kann etwa als Grundlage für Gespräche mit Vermietung, Mietparteien, Hausverwaltung oder innerhalb einer WEG dienen. Es trennt dabei einmalige Investitionskosten von jährlich wiederkehrenden Kosten für Wartung und Nutzung.

Was der Kostensplit abbildet

Bei Ladeinfrastruktur entstehen oft unterschiedliche Kostenarten:

  • Die Gesamtinvestition umfasst die einmalige Anfangsinvestition.
  • Die jährliche Wartung beschreibt wiederkehrende Betriebskosten.
  • Die jährlichen Nutzungskosten bilden Energie- und Nutzungskosten pro Jahr ab.

Der Rechner verteilt die Investition anhand des gewählten Eigentümeranteils. Die Nutzungskosten werden anhand des Nutzungsanteils des Mieters aufgeteilt. Die jährliche Wartung wird im vorgegebenen Rechenmodell den Eigentümerkosten zugerechnet.

So wird sichtbar, welcher Betrag einmalig getragen wird und welche jährlichen Kosten jeweils bei Eigentümer und Mieter anfallen.

Eingaben und ihre Wirkung

EingabeEinheitWirkung auf die Berechnung
AnfangsinvestitionGesamtbetrag der einmaligen Investition in die Ladeinfrastruktur
Eigentümeranteil Investition%Anteil der Gesamtinvestition, den der Eigentümer übernimmt
Jährliche Wartung€/JahrWiederkehrende Betriebskosten, die in die jährlichen Eigentümerkosten einfließen
Jährliche Nutzungskosten€/JahrKosten für Energie und Nutzung, die zwischen Eigentümer und Mieter aufgeteilt werden
Nutzungsanteil Mieter%Anteil der jährlichen Nutzungskosten, der dem Mieter zugerechnet wird

Der verbleibende Anteil ergibt sich jeweils automatisch: Übernimmt der Eigentümer beispielsweise 60% der Investition, entfallen 40% auf den Mieter. Liegt der Nutzungsanteil des Mieters bei 70%, trägt der Eigentümer die verbleibenden 30% der Nutzungskosten.

So rechnet der Rechner

Die einmalige Investition wird direkt über den Eigentümeranteil Investition aufgeteilt:

\[\text{Eigentümerinvestition} = \text{Anfangsinvestition} \times \frac{\text{Eigentümeranteil Investition}}{100}\]
\[\text{Mieterinvestition} = \text{Anfangsinvestition} – \text{Eigentümerinvestition}\]

Die jährlichen Nutzungskosten folgen dem angegebenen Nutzungsanteil Mieter:

\[\text{Mieterkosten pro Jahr} = \text{Jährliche Nutzungskosten} \times \frac{\text{Nutzungsanteil Mieter}}{100}\]
\[\text{Eigentümerkosten pro Jahr} = \text{Jährliche Wartung} + \left( \text{Jährliche Nutzungskosten} – \text{Mieterkosten pro Jahr} \right)\]

Die Wartung wird damit vollständig den jährlichen Eigentümerkosten zugerechnet. Die Energie- und Nutzungskosten werden dagegen nach dem hinterlegten Nutzungsanteil verteilt.

Beispiel mit den Rechnerwerten

Bei einer Anfangsinvestition von 30.000,00 € und einem Eigentümeranteil Investition von 60% ergibt sich:

ErgebnisBetrag
Eigentümerinvestition18.000,00 €
Mieterinvestition12.000,00 €

Für die laufenden Kosten werden 1.800,00 €/Jahr Wartung, 7.200,00 €/Jahr Nutzungskosten und ein Nutzungsanteil Mieter von 70% angesetzt:

ErgebnisBetrag
Eigentümerkosten pro Jahr3.960,00 €/Jahr
Mieterkosten pro Jahr5.040,00 €/Jahr

Die 5.040,00 €/Jahr des Mieters entsprechen 70% der jährlichen Nutzungskosten. Beim Eigentümer verbleiben 30% der Nutzungskosten, also 2.160,00 €/Jahr, zuzüglich der vollständigen jährlichen Wartung von 1.800,00 €/Jahr.

Wofür du das Ergebnis verwenden kannst

Der Kostensplit ist hilfreich, wenn eine Wallbox, ein gemeinsamer Netzanschluss, ein Zählerschrank-Umbau, ein Leitungsweg oder ein Lastmanagement nicht allein einer Partei zugeordnet werden kann. Er macht eine vorher festgelegte Verteilungsannahme in Euro sichtbar.

Praktisch kann der Rechner unter anderem helfen, um:

  • eine Kostenvereinbarung für Investition und laufenden Betrieb vorzubereiten,
  • unterschiedliche Verteilungsquoten durchzurechnen,
  • den Anteil von Energie- und Nutzungskosten gegenüber Wartungskosten einzuordnen,
  • eine Gesprächsgrundlage für Vermietung, Mieter und Hausverwaltung zu schaffen,
  • die wirtschaftliche Belastung vor einer Entscheidung über Ladeinfrastruktur transparent darzustellen.

Die Eingaben lassen sich gezielt variieren. Steigt beispielsweise die jährliche Nutzung der Ladepunkte, erhöhen sich die jährlichen Nutzungskosten. Ein höherer Nutzungsanteil Mieter verschiebt dann einen entsprechend größeren Teil dieser Kosten zum Mieter. Die jährliche Wartung bleibt im Rechenmodell hingegen bei den Eigentümerkosten.

Was der Rechner nicht entscheidet

Der Rechner bildet eine Kostenverteilung nach den eingegebenen Annahmen ab. Er legt nicht fest, ob eine Investition, ein Betriebskostenanteil oder eine Umlage rechtlich wirksam vereinbart werden kann.

Gerade bei Mietobjekten und einer WEG können zusätzlich Eigentumsverhältnisse, Beschlüsse, Mietvertrag, Verbrauchserfassung, Zählerkonzept, Vorgaben der Hausverwaltung sowie die technische Ausgestaltung der Ladeinfrastruktur relevant sein. Bei mehreren Ladepunkten können außerdem Lastmanagement, Netzanschluss, individuelle Strommessung und unterschiedliche tatsächliche Nutzung eine getrennte Abrechnung erforderlich machen.

Für die konkrete Umsetzung ersetzt der Kostensplit daher keine Beschlussfassung, Rechtsberatung, Fachplanung oder Prüfung der örtlichen Anlage.

Unabhängige Rechner und verständliche Orientierung für Wallbox, E-Auto-Laden und Ladeinfrastruktur in Deutschland.